Glossar



| A | B | C | D | E | F | G | H | I | K | L | M | N | O | P | R | S | T | U | V | W | Ü | Z |
| Liste aller Begriffe |

Abschreibung

Abschreibungen dienen der Erfassung von rechnerischen Wertminderungen betrieblicher Vermögensgegenstände. Anhand der statistischen Lebensdauer des Vermögensgegenstandes kann ein Abschreibungssatz ermittelt und dem Wirtschaftsgut zugeordnet werden, so dass zum Ende einer Abrechnungsperiode der verminderte Wert ausgewiesen wird. Abschreibungen sind betriebliche Kosten und schmälern den Gewinn vor der Versteuerung. Im Sprachgebrauch werden Abschreibungen auch AfA (Absetzung für Abnutzung) genannt.


Abtretung

Abgetreten und damit weitergegeben werden können u. a. Ansprüche aus Lebensversicherungen, Bausparverträgen, bestimmte Wertpapiere sowie Forderungen aus dem Geschäftsbetrieb und sonstige Forderungen. Die Abtretung wird auch als Zession bezeichnet.


Added Value

Added Value steht im Sprachgebrauch der Kapitalbeteiligungen für den Wertzuwachs, der durch den Einsatz von Management-Know-how und die Betreuung einer Beteiligungsgesellschaft erzielt werden soll.


AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) sind standardisierte und schriftlich vorformulierte Vertragsbedingungen, die die wichtigsten Teile der Geschäftsbeziehungen zwischen dem Unternehmen und seinen Kunden regeln.


Akquisition

Unter Akquisition oder auch Akquise versteht man die Kundengewinnung.


Amortisation

Rückfluss des für eine Investition eingesetzten Kapitals durch zusätzlich erwirtschaftete Erträge. Die Amortisationsdauer, das heißt der Zeitraum, an dessen Ende die zusätzlichen Erträge die Investitionssumme übersteigen, ist ein entscheidendes Kriterium für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit einer Invesitition.


Anlagevermögen

Das Anlagevermögen umfasst alle diejenigen Vermögensgegenstände, die dem Geschäftsbetrieb auf Dauer dienen. Dazu gehören insbesondere Sachanlagen (z.B. Grundstücke, Gebäude, Anlagen und Maschinen, andere Betriebs- und Geschäftsausstattungen), Finanzanlagen (z.B. Beteiligungen oder im Bestand des Unternehmens befindliche Wertpapiere), sowie immaterielle Vermögenswerte, wie z.B. ein Geschäfts- oder Firmenwert.


Annuitätendarlehen

Darlehen, dessen regelmäßige Zins- und Tilgungsbelastung über die Laufzeit konstant bleibt. Die mit jeder Tilgungsleistung abnehmende Restschuld mindert im Zeitablauf den Zinsanteil zu Gunsten des Tilgungsanteils. Siehe hierzu auch unter Ratendarlehen.


Anzahlungsbürgschaft

Eine Anzahlung ist eine finanzielle Vorleistung eines Auftraggebers für die Erstellung eines vereinbarten Vertragsgegenstandes. Da eine Gegenleistung des Auftragnehmers zu diesem Zeitpunkt noch nicht möglich ist, möchte der Auftraggeber sicherstellen, dass seine Vorauszahlung nicht vergebens ist. Er lässt sich deshalb seine Anzahlung durch eine Anzahlungsbürgschaft besichern.


Asset-Deal

Erwerb der Wirtschaftsgüter eines Unternehmens. Siehe hierzu auch Übernahme.


Ausfallbürgschaft

Bei einer Ausfallbürgschaft muss ein Bürge erst Zahlung leisten, wenn eine Zwangsvollstreckung in das Vermögen des Hauptschuldners durch den Gläubiger erfolglos war. Bürgschaftsbanken zeichnen regelmäßig Ausfallbürgschaften gegenüber Banken und Versicherungen, jedoch müssen sie erst Zahlung leisten, wenn alle für das verbürgte Engagement bestellten Sicherheiten verwertet worden sind. Man spricht dann von einer modifizierten Ausfallbürgschaft.


Auszahlungskurs

Darlehen werden entweder in voller Höhe des Darlehensbetrages – also zu 100 % – oder zu einem geringeren Auszahlungskurs ausgezahlt. Dieser Auszahlungsabschlag wird als Disagio oder Damnum bezeichnet.


Avalkredit

Bei einem Avalkredit übernimmt ein Kreditinstitut im Auftrag eines Kunden die Haftung in Form einer Garantie oder Bürgschaft gegenüber einem Dritten. Der Avalkredit wird zum Beispiel für Anzahlungen oder Gewährleistungen genutzt. Im Gegensatz zu anderen Kreditformen stellt die Bank beim Avalkredit keine Liquidität, sondern nur ihre eigene Bonität zur Verfügung.


Avalkreditrahmen

Sofern ein Unternehmen im täglichen Geschäftsbetrieb vermehrt Bankbürgschaften/-avale benötigt, stellt die Hausbank diesem Unternehmen einen Avalkreditrahmen zur Verfügung. Bis zu einer vereinbarten Größenordnung können dann einzelne Bürgschaften auf Anforderung ausgestellt werden, ohne dass das Institut in die erneute Kreditprüfung eintreten muss.


Basel II

Internationale Richtlinie des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht, die ab dem 1. Januar 2007 neue Mindest-Eigenkapitalstandards für Kreditinstitute vorgibt. Im Kreditgeschäft der Banken wird dabei die bisherige pauschale Eigenkapitalunterlegung durch eine am Risiko orientierte Methode ersetzt. Hierzu analysieren die Banken die Bonität ihrer Kunden mit einem Rating. Das Rating-Ergebnis beeinflusst die Höhe der Eigenkapitalunterlegung eines Kredites und damit dessen Preis. Gleichzeitig verfügen die Kreditinstitute damit über eine Systematik, die eine zuverlässigere Einschätzung der Ausfallwahrscheinlichkeit eines Kredites zulässt. Diese Erkenntnisse lassen im Einzelfall eine exaktere Kalkulation des Kreditrisikos zu und führen zu einer Spreizung der Zinskonditionen am Markt. Bonitätsstarken Unternehmen eröffnen sich damit neue Verhandlungsspielräume in ihren Kreditgesprächen. Schwache Bonitäten müssen mit höheren Kreditzinsen rechnen.     


Benchmark

Der Begriff Benchmark steht für einen Wert oder auch für einen Meilenstein, der als imaginäre Messlatte für eine (kontinuierliche) Standortbestimmung innerhalb einer Gruppe von Wirtschaftsunternehmen dient. Als Messlatte wird in der Regel jenes Verfahren herangezogen, das innerhalb der Gruppe zu einem optimalen Ergebnis führt (Best Practice). Durch Festlegung dieses "benchmarks" als Ziel werden dann in den übrigen Teilen der Gruppe Produkte, Praktiken, Arbeitsabläufe, Leistungen, und Kennzahlen verbessert. Den gesamten Vorgang nennt man dann das Benchmarking.


Bereitstellungsprovision

Hat eine Bank einen Kredit zugesagt, hält sie diesen für ihren Kunden zu einem vereinbarten Termin zur Auszahlung bereit. Mit der Beanspruchung des Kredites beginnt auch dessen Verzinsung. Ruft der Kunde seinen Kredit zum maßgeblichen Zeitpunkt nicht oder nur teilweise ab, entstehen seiner Bank für die ständige Auszahlungsbereitschaft Kosten. Diese werden dem Kreditnehmer in der Regel über eine Bereitstellungsprovision in Rechnung gestellt.

Die L-Bank stellt ihre Darlehen in den meisten Förderprogrammen ein Jahr lang ohne die Berechnung einer Bereitstellungsprovision zur Verfügung.


Beteiligungskapital

Beteiligungskapital ist eine Möglichkeit, das Eigenkapital aufzustocken: Fremdfirmen oder Privatleute investieren in ein Unternehmen, indem sie Anteile kaufen in der Erwartung, dass das Unternehmen nach einigen Jahren Gewinne erwirtschaftet und/oder sie die Anteile gewinnbringend weiter verkaufen können.


Betriebsaufspaltung

Trennung eines bestehenden Gewerbebetriebs in zwei rechtlich selbstständige Einheiten. Die so genannte Besitzgesellschaft ist Eigentümerin des Anlagevermögens und vermietet bzw. verpachtet dieses an die Betriebsgesellschaft. Eine Betriebsaufspaltung wird dann steuerlich anerkannt, wenn eine mehr als hälftige Identität der Gesellschafter vorliegt. Ist dies nicht der Fall, entstehen in der Regel Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung.

Neben diesen steuerlichen Aspekten kann eine Betriebsaufspaltung in der Praxis auch zum Zweck der Haftungsbeschränkung oder im Zuge einer Nachfolgeregelung erfolgen.


Betriebsergebnis

Position in der Gewinn- und Verlustrechnung, die das Ergebnis des betrieblichen Leistungsprozesses ausdrückt. Das Betriebsergebnis wird durch die Gegenüberstellung der betrieblichen Erträge (Umsatzerlöse) und Aufwendungen (zum Beispiel Materialeinsatz, Personal, Abschreibungen) ermittelt.


Betriebsgründung mit wirtschaftlicher Substanz

Bei einer Existenzgründung wird eine größere wirtschaftliche Substanz vermutet, wenn es sich entweder um eine Kapital- oder Personengesellschaft handelt, ein Eintrag im Handelsregister oder in die Handwerksrolle vorliegt oder bei Betriebsbeginn mindestens eine Person beschäftigt wird. Andernfalls handelt es sich um Gründungen von Klein- und Nebenerwerbsbetrieben.


Betriebsmittel

Der Begriff Betriebsmittel umfasst alle laufenden Kosten der Geschäftstätigkeit eines Betriebes (zum Beispiel Personalkosten, Miete oder Pacht, Kfz-Kosten, Zinsen usw.). Da zwischen der Bezahlung dieser Kosten und dem Eingang von Umsätzen unter Umständen erhebliche zeitliche Abstände zu überbrücken sind, ergibt sich häufig ein Zwischenfinanzierungsbedarf. Das klassische Finanzierungsinstrument hierfür ist der Kontokorrentkredit. Für den Fall, dass ein Teil dieses Betriebsmittelbedarfs dauerhaft besteht, kann auch eine kurz- oder mittelfristige Finanzierung mit dem Liquiditätshilfeprogramm oder dem GuW-Betriebsmittelkredit der L-Bank von Vorteil sein.


Betriebsstätte

Eine Betriebsstätte ist jede feste Geschäftseinrichtung oder Anlage, die der Tätigkeit eines Unternehmens dient.


Bilanz

Die Bilanz ist eine betriebswirtschaftliche Gegenüberstellung des Vermögens auf der Aktivseite und des Kapitals auf der Passivseite zu einem bestimmten Stichtag. Die Passivseite gibt hierbei Auskunft über Mittelherkunft (Eigen- bzw. Fremdkapital), die Aktivseite stellt die Mittelverwendung (Anlagevermögen bzw. Umlaufvermögen) dar.


Bonität

Die Bonität drückt die Kreditwürdigkeit und künftige Zahlungsfähigkeit eines Schuldners aus. Banken ermitteln die Bonität ihrer Kunden durch so genannte Rating-Verfahren. Deren Ergebnisse gewinnen im Zuge des Basel-II-Prozesses erheblich an Bedeutung.


Break-Even-Point

Der Break-Even-Point ist die Gewinnschwelle und gibt die Umsatzgröße an, an der die Gesamtkosten (fixe und variable Kosten) gerade gedeckt sind.


Bridge Financing

Bridge Financing steht für Überbrückungsfinanzierung. Es handelt sich um Kredite oder Kreditlinien, die einem Unternehmen für den Börsengang zur Verfügung gestellt werden. Neben der Finanzierung der durch den Börsengang entstehenden Kosten soll z. B. durch Vergabe der Mittel an haftende Gesellschafter und Einlage in das Unternehmen das wirtschaftliche Eigenkapital verbessert werden.


Business Angel

Vermögende Privatperson, die insbesondere Gründern und Jungunternehmern Beteiligungskapital und ihre unternehmerische Erfahrung zur Verfügung stellt. Die L-Bank bietet Business Angels im Rahmen ihres L-EA Garantiefonds eine Risikobeteiligung an ihren Investments in Form einer Beteiligungsgarantie an. 


BusinessplanDer Businessplan oder Geschäftsplan ist die detaillierte Dokumentation des Unternehmenskonzeptes. Dabei müssen ausgehend von der Geschäftsidee, die Ziele und Strategien des Unternehmens sowie das Marktpotenzial der Produkte ausführlich erläutert werden. Der Businessplan enthält neben einem Investitions- und Finanzierungsplan auch konkrete Zahlen zu Umsatzerwartung, Kostenstrukturen und Liquiditätsentwicklung. Die Hauptadressaten des Businessplans sind potenzielle Kapitalgeber wie Banken oder Beteiligungsgesellschaften.
BWA

Abkürzung für betriebswirtschaftliche Auswertung. Bei der BWA handelt es sich um eine vereinfachte Darstellung der (Bilanz sowie) Gewinn- und Verlustrechnung, die meist monatlich einen Überblick über die aktuelle wirtschaftliche Situation, insbesondere die Umsatz- und Ertragsentwicklung, eines Unternehmens gibt. In der Praxis bedarf es jedoch einer vorsichtigen Interpretation dieser Zahlen, weil bilanzielle Bewertungsfragen häufig bis zur Jahresabschlusserstellung ausgeklammert werden und auch Aufwandspositionen wie zum Beispiel die Abschreibungen nicht oder nur in kalkulatorischer Höhe verbucht werden. Gleichwohl ist die BWA ein wichtiges Instrument der Unternehmenssteuerung sowie der Engagementüberwachung für Kapitalgeber. 


Bürgschaft

Durch die Bürgschaft verpflichtet sich der Bürge, für die Verbindlichkeiten eines Schuldners gegenüber dessen Gläubiger einzustehen. Bei der Bürgschaft handelt es sich im Gegensatz zur Garantie um einen gesetzlich geregelten Vertrag (§ 765 BGB).

Bei Finanzierungen dienen Bürgschaften zur Besicherung von Krediten. Stehen keine ausreichenden Sicherheiten zur Verfügung, kann die L-Bank unter Umständen im Rahmen des Bürgschaftsprogramms Unterstützung leisten.  


Cashflow

Position aus der Rentabilitätsvorschau, die den erwirtschafteten Zahlungsmittelüberschuss angibt. Der Cashflow bildet sich aus der Summe von Betriebsergebnis und den planmäßigen Abschreibungen. Zur Beurteilung der Kapitaldienstfähigkeit bei Existenzgründungen wird der erweiterte Cashflow (Summe aus Cashflow und Zinsaufwand) herangezogen.


Coaching

Begleitende Dauerberatung z.B. von ehemaligen Managern oder Firmenchefs, berufsbegleitendes Training durch einen Trainer oder berufserfahrenen Fachmann.


Controlling

Die wichtigste Aufgabe des Controlling ist die Kostenkontrolle und die Planung, wie gesetzte (finanzielle) Ziele erreicht werden können, also "Kontrolle im Voraus". Dies gilt für alle wichtigen Bereiche des Unternehmens, z.B. Kostenrechnung, Liquiditätsplanung, Planung des Kapitalbedarfs.


Corporate Venturing

Übliche Bezeichnung für Beteiligungskapital, das von Unternehmen oder verbundenen Beteiligungsgesellschaften zur Verfügung gestellt wird, die ein weitergehendes Interesse an dem Unternehmen haben (z. B. Lieferantenkontakte, strategische Ausrichtung der Geschäfte, Übernahmegedanken etc.).


Covenants

Vereinbarung im Darlehensvertrag über die Einhaltung bestimmter betriebswirtschaftlicher Kennzahlen (zum Beispiel Mindest-Eigenkapitalquote) während der Darlehenslaufzeit durch den Kreditnehmer. Wird diese Vereinbarung vom Kreditnehmer verletzt, kann die Bank ihr Recht auf Zinsanpassung oder gar zur Kündigung des Darlehens wahrnehmen.


Damnum

(auch Disagio) Auszahlungsbetrag wird ge­kürzt, etwa zur Reduzierung des Normalzinssatzes oder zur Nutzung steuerlicher Vorteile.
Konsequenz: Das Darlehen muss eventuell aufgestockt werden, um den tatsächlichen Kapitalbedarf zu decken.


Darlehen

Ein Darlehen ist ein langfristiger Kredit, der dem Darlehensnehmer meist in einer Summe zur Verfügung gestellt und ebenfalls in einer Summe oder nach vereinbartem Tilgungsplan zurückgeführt wird.


De-Minimis

Beihilfen von EU-Mitgliedsstaaten an Unternehmen sind aus Wettbewerbsgründen grundsätzlich untersagt. Die EU-Kommission hat allerdings mit der so genannten De-Minimis-Regel eine Ausnahme von diesem Grundsatz formuliert. Nach dieser Regelung sind Beihilfen bis zu einem Betrag von 100.000 Euro innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren zulässig. Davon unberührt bleiben jene Förderprogramme, für die eine Genehmigung der EU vorliegt.


Deckungsbeitrag

Der Deckungsbeitrag ergibt sich aus dem Umsatz abzüglich der variablen Kosten. Er stellt als rechnerische Größe den Teil des Umsatzes dar, der zur Deckung der fixen Kosten verbleibt.


Direktmarketing

Alle Werbe- bzw. Verkaufsmaßnahmen, mit denen gezielt & direkt potentielle udn aktuelle Kunden angesprochen werden.


Disagio

(auch Damnum) Prozentualer Abschlag vom Nennwert (100 Prozent) eines Darlehens, der bei Auszahlung einbehalten wird. Das Disagio ist eine der Einflussgrößen auf den Effektivzins eines Darlehens.


Distribution

Die Verteilung von Waren und Dienstleistungen. Beschreibt zumeist das Zusammenspiel von Vertrieb und Logistik.


Due Diligence

Bonitätsprüfung und Bewertung eines Unternehmens vor Übernahme einer Beteiligung. Insbesondere ist die Bewertung abgestellt auf die künftige Ertragskraft bzw. auf Marktperspektiven.


E-Business

Die Begriffe E-Commerce oder auch E-Business stehen im weitesten Sinne für elektronischern Handel und damit für alle Geschäftsprozesse, die durch das Internet und andere Netzwerke unterstützt werden. Dazu gehören Werbung, Geschäftsanbahnung und -abwicklung, Service und Online-Banking.


E-Commerce

Die Begriffe E-Commerce oder auch E-Business stehen im weitesten Sinne für elektronischern Handel und damit für alle Geschäftsprozesse, die durch das Internet und andere Netzwerke unterstützt werden. Dazu gehören Werbung, Geschäftsanbahnung und -abwicklung, Service und Online-Banking.


Effektiver Jahreszins

Die Kreditinstitute sind gemäß Preisangabenverordnung verpflichtet, als Preis die Gesamtbelastung pro Jahr in einem Prozentsatz des Kredites anzugeben und als effektiven Jahreszins auszuweisen. Für die Ermittlung werden z.B. der Zinssatz, Dauer der Zinsbindung, Tilgungshöhe, tilgungsfreie Zeit, Auszahlungskurs sowie Zins- und Tilgungsverrechnung in einer festen Formel berücksichtigt.


Effektivzins

Zinssatz, der den Gesamtpreis eines Kredites ausdrückt und neben dem Nominalzins die Tilgungsmodalitäten sowie weitere Nebenkosten berücksichtigt. Gemäß Preisangabenverordnung (PAngV) muss der Effektivzins angegeben werden, um die Angebote verschiedener Kreditinstitute untereinander vergleichbar zu machen.


Eigenkapital

Mittel zur Unternehmensfinanzierung, die vom Unternehmer in Form der Einlage oder Belassung von Gewinnen (Selbstfinanzierung) selbst aufgebracht wurden. Dem Eigenkapital kommt wegen seiner positiven Wirkung auf die Insolvenzfestigkeit und das Rating bei der Unternehmensfinanzierung höchste Bedeutung zu. Eine wichtige betriebswirtschaftliche Kennzahl ist hierbei die Eigenkapitalquote, die das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme wiedergibt. Siehe hierzu auch unter Fremdkapital.


Eigenkapitalparität

Einige Beteiligungsgesellschaften setzen die Kapitalparität als Obergrenze für die Höhe der Beteiligung voraus. Somit darf die neue Beteiligung maximal die Höhe des im Unternehmen vorhanden Eigenkapitals betragen. Im Rahmen eines Existenzgründungsvorhabens oder einer Wachstumsfinanzierung können für die Höhe der Beteiligungen auch zukünftige Perspektiven in Form der erwarteten Jahresüberschüsse zur Darstellung des Kapitals im Unternehmen herangezogen werden.


Eigenkapitalquote

Die Eigenkapitalquote stellt das Verhältnis des eingesetzten eigenen Kapitals zum Gesamtkapital eines Unternehmens dar. Der „prozentualer Eigenmitteleinsatz“ ist der Einsatz eigener Mittel (Geld- und Sachmittel) im Verhältnis zu dem Gesamtaufwand bei der Gründung einer Unternehmung.


Einplanung (ELR)

Aufnahme in das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) und Voraussetzung für die Beantragung (und Bewilligung) von Darlehen oder Zuschüssen aus diesem Programm. Sie ist jährlich bis zu dem in der Programmausschreibung festgelegten Termin beim Bürgermeisteramt der zuständigen Gemeinde zu beantragen. Die Entscheidung über die Einplanung einzelner Vorhaben obliegt dem Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum. 


Endfällige Darlehen

Bei dieser Darlehensform erfolgt die Rückzahlung in einer Summe am Ende der Vertragslaufzeit, während der Laufzeit sind nur die Zinsen zu entrichten.


ERP-Mittel

Die Abkürzung ERP steht für European Recovery Program, dem ehemaligen Marshall-Plan. Heute stehen die Gelder dieser Wiederaufbauhilfe als so genanntes ERP-Sondervermögen im Eigentum des Bundes und dienen zur Finanzierung verschiedener Förderprogramme der KfW Bankengruppe.


Ersatzbeschaffung

Eine Ersatzinvestition / Ersatzbeschaffung ist eine Investition, bei der vorhandene Investitionsobjekte durch neue ersetzt werden, zumeist eine Anlagenerneuerung. Man unterscheidet Ersatzinvestitionen weiter in reine Reinvestitionen zur Aufrechterhaltung der betrieblichen Leistungsfähigkeit und in Erweiterungsinvestitionen, bei denen die betriebliche Leistungsfähigkeit erhöht wird.


Ersatzinvestition

Eine Ersatzinvestition / Ersatzbeschaffung ist eine Investition, bei der vorhandene Investitionsobjekte durch neue ersetzt werden, zumeist eine Anlagenerneuerung. Man unterscheidet Ersatzinvestitionen weiter in reine Reinvestitionen zur Aufrechterhaltung der betrieblichen Leistungsfähigkeit und in Erweiterungsinvestitionen, bei denen die betriebliche Leistungsfähigkeit erhöht wird.


Ertragsvorschau

In der Ertragsvorschau werden den künftigen Umsätzen und Erträgen die prognostizierten Kosten gegenübergestellt und aus der Differenz ein Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag gebildet. Die Ertragsvorschau dient zur Prüfung der künftigen Rentabilität des Unternehmens.


ESF

Europäischer Sozialfonds zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und Benachteiligungen.


Eventmarketing

Unter Eventmarketing versteht man Kundengewinnung durch Veranstaltungen.


Existenzfestigung

Der Existenzgründung nachgelagerte Maßnahme zur Sicherung der selbstständigen Existenz.  Im Programm Gründungs- und Wachstumsfinanzierung (GuW) der L-Bank lassen sich sowohl Investitionen, als auch Betriebsmittel finanzieren. 


Existenzgründung

Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit durch Neugründung oder Übernahme eines Unternehmens oder durch Erwerb einer tätigen Beteiligung an einem Unternehmen. Die Existenzgründungsförderung der L-Bank setzt voraus, dass die Selbstständigkeit entweder gewerblich oder freiberuflich ausgeübt wird und spätestens drei Jahre nach Gründung zur Haupterwerbsquelle wird.


Existenzgründungsfinanzierung

Finanzmittel, die für die erste wirtschaftliche Vollexistenz durch eine tätige Beteiligung oder Gründung eines Unternehmens zur Verfügung gestellt werden müssen.


Exit

Ein Exit oder auch Ausstieg ist der Verkauf einer gehaltenen Beteiligung. Hierbei gibt es die Möglichkeit, das Kapital durch die Unternehmung oder einen Gesellschafter an den Beteiligungsgeber zurückzuführen (buy back) bzw. an einen Dritten zu veräußern (trade sale).


Factoring

Laufender Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch ein Unternehmen an ein Spezialinstitut, den so genannten Factor. Hierdurch gewinnt das Unternehmen Liquidität und gibt den Aufwand des Forderungsmanagements sowie das (Kredit-)Risiko an den Factor weiter.


Festentgelt

Der Betrag, der turnusmäßig an die Beteiligungsgesellschaft abgeführt werden muss und unabhängig vom Unternehmenserfolg meist prozentual vom Beteiligungsbetrag vereinbart wird.


Festzinssatz

Bleibt für vereinbarte Zeit fest.
Konsequenz: Sichere Kalkulationsbasis für vereinbarten Zeitraum .


Finanzierungsplan

Der Finanzierungsplan legt fest, aus welchen Geldquellen Startkapital für eine Existenzgründung aufgebracht werden kann.


Firmierung

Namensgebung für ein Unternehmen; abhängig von der Rechtsform.


Forderungen

Eine Forderung ist ein Anspruch auf Bezahlung für erbrachte Leistungen. Das Gegenteil von Forderungen sind Verbindlichkeiten.


Forfaitierung

Verkauf einzelner oder gebündelter Forderungen an eine Bank oder ein Spezialinstitut mit dem Ziel einer kurzfistigen Verbesserung der Liquidität. Das Ausfallrisiko der Forderung geht dabei auf den Erwerber über.


Franchising

Franchising ist die Selbständigkeit mit einem bereits bestehenden Geschäftskonzept. Der Franchisenehmer nutzt dabei die Vorteile eines komplett erarbeiteten Vertriebssystems mit erprobtem Geschäfts- und Marketingkonzept und ist trotzdem selbständiger Unternehmer.


Fremdkapital

Mittel zur Finanzierung des Unternehmensvermögens, die von Dritten (zum Beispiel Banken oder Lieferanten) zur Verfügung gestellt werden. Das Fremdkapital wird in der Bilanz nach kurz-, mittel- und langfristigen Komponenten untergliedert. Siehe hierzu auch unter Eigenkapital.


Förderprogramme

Förderprogramme existieren in Gestalt von Krediten, Bürgschaften, Zuschüssen und (öffentlichem) Beteiligungskapital durch Bund, Länder und EU. Typisch für öffentliche Förderdarlehen sind u.a. günstige Zinsen, lange Laufzeiten und häufig eine rückzahlungsfreie Zeit, bis man mit der Rückzahlung beginnen muss.


Garantie

Verpflichtung des Garantiegebers, in der Regel eine Bank, gegenüber dem Garantienehmer, im Falle des Eintritts einer vereinbarten Bedingung, den entstandenen Schaden zu begleichen. Die L-Bank bietet im Rahmen ihres L-EA Garantiefonds Kapitalgebern mittelständischer Unternehmen durch eine so genannte Beteiligungsgarantie eine Risikobeteiligung für ihr Investment an.


Geordnete Verhältnisse

Bei nicht Selbstständigen spricht man von geordneten wirtschaftlichen bzw. finanziellen Verhältnissen, sofern keine Bankverbindlichkeiten bestehen bzw. Kredite und Darlehen nur in bedienbarer Höhe aufgenommen wurden.
Bei Selbstständigen spricht man von geordneten Verhältnissen, wenn die zeitnahen Jahresabschlussunterlagen keinen Grund zur Beanstandung geben. Dieses ist der Fall, wenn eine angemessene Eigenkapitalausstattung nachgewiesen werden kann und die Ertragslage für den/die Unternehmer/in mindestens auskömmlich ist.


Gewerbebetrieb

Ein Gewerbebetrieb ist eine selbstständige nachhaltige Betätigung, die mit Gewinnabsicht unternommen wird und sich als Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr darstellt. Keine Gewerbebetriebe sind Betätigungen in Land und Forstwirtschaft und freien Berufen.


Gewährleistungsbürgschaft

Bei der Gewährleistungsbürgschaft verbürgt sich die Bank des Auftragnehmers für die Mängel aus einem erstellten Werk innerhalb der gesetzlichen Fristen. Durch diese Gewährleistungsbürgschaft kann der vom Auftraggeber einbehaltene Teil eines Rechnungsbetrages als Sicherheitseinbehalt (meist 5 Prozent der Rechnungssumme) ausgelöst werden. Das Unternehmen muss somit nicht auf den Betrag aus dem Sicherheitseinbehalt verzichten, der für alle Kunden zusammen betrachtet nicht unerheblich sein könnte.


Globalabtretung

Eine Sonderform der Zession, bei der ein Unternehmen alle bestehenden und künftigen Forderungen aus seiner Geschäftstätigkeit als Kreditsicherheit an eine Bank abtritt.


Grundschuld

Gängiges Instrument zur Besicherung (meist langfristiger) Kredite. Durch eine Grundschuld räumt der Schuldner seinem Gläubiger das Recht ein, im Falle der Nichterfüllung vertraglicher Pflichten dessen Ansprüche aus dem Grundstück zu befriedigen.


Gründungsintensität

Anzahl an Unternehmensgründungen – meist auf ein Jahr gesehen. Als Unternehmensgründung gelten alle Neugründungen von Unternehmen im rechtlichen Sinn, die erstens die Aufnahme einer zuvor nicht ausgeübten Unternehmenstätigkeit darstellen und zweitens in einem Ausmaß wirtschaftlich am Markt aktiv sind, das zumindest der Haupterwerbstätigkeit einer Person entspricht ("wirtschaftsaktive Gründungen"). Umgründungen von Unternehmen, Gründungen von Beteiligungsgesellschaften, Neuerrichtung von Gewerbebetrieben wegen Umzugs, Nebentätigkeiten, Scheinselbständigkeit etc. zählen nicht als Unternehmensgründungen. Freiberufliche Tätigkeiten (Ärzte, Rechtsanwälte, Architekten etc.) werden hier nicht als Unternehmen gezählt.


GuV

Die Gewinn- und Verlustrechnung stellt zusammen mit der Bilanz und dem Bilanzanhang den Jahresabschluss eines Unternehmens dar. Für einen festen Zeitraum – meistens das Kalenderjahr – werden Aufwendungen und Erträge gegenüber gestellt. Aus der Differenz ergibt sich nach gesetzlich vorgegebenen Verfahren der Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag eines Unternehmens.


Haftung

Wer ein Schuldverhältnis (z.B. einen Vertrag) eingeht, muss generell für seine Schuld einstehen: Er haftet für seine Schuld. Wird beispielsweise ein Kredit aufgenommen, muss er auf jeden Fall wie vereinbart zurückbezahlt werden oder der Bank – wenn die betreffende Person nicht zahlen kann - zumindest die Sicherheiten überlassen werden.


Hausbankenprinzip

Anträge auf öffentliche Förderdarlehen können grundsätzlich nicht direkt, sondern nur über die Hausbank bei der L-Bank gestellt werden. Die Hausbank prüft im Vorfeld der Antragstellung die wirtschaftliche Tragfähigkeit, führt ein Rating durch und nimmt eine Bewertung der Sicherheiten vor. Hält sie eine Kreditvergabe für vertretbar, leitet sie den Förderantrag an die L-Bank weiter. Diese prüft das Vorliegen der Fördervoraussetzungen und leitet der Hausbank im positiven Fall eine Refinanzierungszusage zu. Sie schließt einen Kreditvertrag mit ihrem Kunden, sorgt für die Auszahlung des Kredites und weist nach Abschluss des Vorhabens gegenüber der L-Bank die bestimmungsgemäße Verwendung nach.


Hausbankmarge

Laufender Zinsertrag einer Hausbank, den diese für die Beantragung und Durchleitung eines Förderkredites erhält. Dabei umfasst die Durchleitung auch die - zumindest teilweise - Haftungsübernahme gegenüber dem Förderinstitut (siehe hierzu auch Bürgschaft). Im Zuge der Einführung risikogerechter Zinsen in den Förderprogrammen wurden für die Hausbankmargen in Abhängigkeit von Bonität und Besicherung Obergrenzen festgelegt.  


Inkubator

"Brutkasten" für junge Unternehmen. Erfahrene Manager bringen ihr Know-how, ihre Kontakte und auch Kapital mit ein, arbeiten mit den Gründern einen Businessplan aus und entwickeln mit ihnen eine Firmenstrategie.


Innovationsfähigkeit

Leistungsfähigkeit eines Unternehmens bezogen auf das Hervorbringen von Neuerungen.


Innovationsgrad

Der Innovationsgrad ist der Abstand einer Innovation gegenüber bisherigen Lösungen. Dieser Abstand kann beispielsweise den Umfang der Produktfunktionen (insbes. die Gebrauchsfunktion), die Art der technischen Realisierung (verwendete Produkt-Technologien), den Funktionserfüllungsgrad, oder das Erscheinungsbild betreffen.


Insolvenz

Wer seine Rechnungen nicht mehr bezahlen kann, ist zahlungsunfähig (= insolvent). Spätestens nach drei Wochen kontinuierlicher Zahlungsunfähigkeit ohne Aussicht auf Besserung muss beim Amtsgericht ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt werden.


Investition

Anschaffung von Gegenständen des Anlagevermögens mit dem Ziel hieraus zusätzliche Erträge zu erwirtschaften. Investitionen führen in der Regel zu langfristiger Kapitalbindung und sollten daher auch langfristig, das heißt durch Eigenkapital oder langfristiges Fremdkapital finanziert werden. Die L-Bank hält für Investoren ein bedarfsgerechtes Angebot an Förderfinanzierungen bereit.


Investitions- und Finanzierungsplan

Ein Investitions- und Finanzierungsplan ist die detaillierte Gegenüberstellung von Mittelbedarf und Mittelherkunft. Er ist zentraler Bestandteil des Businessplans. Der Mittelbedarf umfasst neben den Investitionskosten auch die Betriebsmittel. Eigenes Kapital und sämtliche Mittel fremder Kapitalgeber bilden die Mittelherkunft. Eine beispielhafte Darstellung eines Investitions- und Finanzierungsplans finden Sie hier.


Investitionsfinanzierung

Finanzierungen von Investitionen in das Sachanlagevermögen.


Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplan

Der Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplan beinhaltet eine Gegenüberstellung der benötigten Mittel (Investitionen, Warenausstattung, Liquidität etc.) und der vorhandenen Mittel (Eigenkapital, zugesagte/zu beantragende Kredite etc.).


Kapitaldienst

Summe der jährlichen Zins- und Tilgungsbelastungen für Kredite. Zur Beurteilung, ob ein Kreditnehmer seinen Zins- und Tilgungsbelastungen gewachsen ist (Kapitaldienstfähigkeit), wird der Kapitaldienst dem erweiterten Cashflow gegenübergestellt.


Kapitalmarkt

Markt für Beteiligungskapital und langfristige Kredite. Der organisierte Kapitalmarkt der Banken und Börsen umfasst sowohl den Aktien- als auch den Rentenmarkt.


KfW

Abkürzung für Kreditanstalt für Wiederaufbau. Die KfW Bankengruppe ist die Förderbank des Bundes. Nähere Informationen finden Sie unter www.kfw.de.


Kleingründung

Gründung, die mit wenig Startkapital geschieht und meist nur dem Gründer selbst einen Arbeitsplatz schafft.


KMU

EU-weite Definition der kleinen und mittleren Unternehmen. Hauptkriterien für die Klassifizierung sind neben der Beschäftigtenzahl der Jahresumsatz und das Bilanzvolumen. Die meisten Wirtschaftsförderprogramme des Landes stehen ausschließlich mittelständischen Unternehmen im Sinne dieser Definition offen.  Detaillierte Informationen zur KMU-Definition finden Sie hier.


Konkurrenz

Fast jedes Unternehmen auf dem Markt hat Konkurrenten, die ein gleiches oder ähnliches Angebot verkaufen wollen. Konkurrenten auf dem Markt müssen und wollen besser, schneller, preisgünstiger usw. sein als der andere. Wichtige Folge ihres Wettbewerbs ist die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit gewünschten Gütern zu möglichst niedrigen Preisen.


Konsortialkredit

Kredit, der von mehreren Banken unter der Führung einer einzelnen Bank, dem Konsortialführer, zu einheitlichen Bedingungen gewährt wird. Dabei wird der Kreditbetrag und die Sicherheiten quotal auf die Mitglieder des Konsortiums aufgeteilt.


Kontokorrentkredit

Der Kontokorrentkredit gibt dem Kreditnehmer die Möglichkeit, innerhalb einer festgelegten Laufzeit und bis zu einer vereinbarten Kreditlinie sein laufendes Konto zu überziehen. Unternehmen nutzen den Kontokorrentkredit häufig zur Finanzierung des Betriebsmittelbedarfs, zum Beispiel für eine Auftragsvorfinanzierung.


Kooperation

Eine Kooperation ist die Zusammenarbeit zwischen einem Unternehmen und seinen Geschäftspartnern.


Kostenrechnung

Die Kostenrechnung ist ein Teilbereich des betrieblichen Rechnungswesens. Sie befasst sich mit der Erfassung, Kontrolle und kalkulatorischen Auswertung der Kosten.


Kreditprovision

Wird auf die Kreditinanspruchnahme berechnet.
Konsequenz: Die effektiven Kreditkosten steigen.


Kreditsicherheiten

Kreditsicherheiten werden in Sach- und Personensicherheiten unterschieden. Zu den gängigen Sachsicherheiten zählen die Grundschuld, die Verpfändung, die Abtretung und die Sicherungsübereignung. Unter Personensicherheiten versteht man im wesentlichen Bürgschaften bzw. die Mitverpflichtung in einem Vertragsverhältnis.


LBO

LBO steht für Leverage-buy-out. Als LBO wird ein MBO oder MBI bezeichnet, bei dem der Kaufpreis zum überwiegenden Teil aus Fremdmitteln (Leverage) finanziert wird. Der Schuldendienst wird im Ergebnis meist aus dem Cash-Flow des erworbenen Unternehmens erbracht. Über eine neu zu gründende weitere Gesellschaft kann der gezahlte Unternehmenswert aktiviert werden und bietet somit Abschreibungspotential.


Leasing

Finanzierungsinstrument, bei dem der Leasingeber seinem Kunden (Leasingnehmer) das Leasingobjekt gegen Zahlung in der Regel monatlicher Leasingraten zur Nutzung überlässt. Der Kunde profitiert hierbei vom Nutzungsrecht, ohne selbst Eigentümer zu werden und das Objekt finanzieren zu müssen. Leasing wirkt daher bilanzverkürzend und kann einen positiven Einfluss auf die Eigenkapitalquote und damit auf das Rating eines Unternehmens haben.   


Liquidität

Fähigkeit eines Unternehmens, alle seine Zahlungsverpflichtungen rechtzeitig erfüllen zu können. Liquide Mittel (oder: Zahlungsmittelbestand) sind Kassenbestände (Bargeld) und jederzeit verfügbaren Bankguthaben oder mögliche Kredite (z.B. Kontokorrentkredit).


Liquiditätsplan

Systematische Aufstellung aller erwarteten Zahlungsein- und -ausgänge eines Unternehmens, die monats- oder quartalsweise saldiert Auskunft über die Zahlungsfähigkeit (Liquidität) geben. Eventuell auftretende Unterdeckungen müssen durch verfügbare Kreditlinien (zum Beispiel den Kontokorrentkredit) gedeckt sein. Ein Beispiel für einen Liquiditätsplan finden Sie hier.


Logistik

Beschreibt den Prozess der Warenverteilung von der Bestellung bis zur Auslieferung beim Kunden.


Marke

Eine Marke ist der Kennzeichnungsbegriff / das Kennzeichnungsmerkmal, mit dem Waren und Dienstleistungen auf dem Markt auftreten. Durch die Eintragung in das Markenregister wird es Dritten untersagt, die geschützte Marke für identische oder ähnliche Waren oder Dienstleistungen zu benutzen.


Marketing

Sämtliche methodischen Maßnahmen, die Ware oder Dienstleistung so zu gestalten (z.B. Design) und zu vertreiben (Preisbildung, Werbung), dass der Verkaufserfolg durch die Fähigkeit zur optimalen Anpassung an die sich verändernden Marktbedingungen gesichert ist.


Markt

Auf einem Markt werden laufend Waren und Dienstleistungen angeboten und nachgefragt. Zu den Marktteilnehmern gehören Unternehmen, Verbraucher und die öffentliche Hand. Angebot und Nachfrage entscheiden über die Höhe des Preises.


Markteinführung

Eröffnung von Absatzmöglichkeiten (Einführung eines Produktes am Absatzmarkt).


Materialaufwand

siehe Wareneinsatz


MBIÜbernahme eines Unternehmens durch ein externes Management. Siehe hierzu auch Management-Buy-Out. Die Betriebsübernahme gilt als eine Ausprägung der Existenzgründung und kann im Rahmen mehrerer Förderprogramme der L-Bank unterstützt werden.
MBOÜbernahme eines Unternehmens durch das vorhandene Management. Siehe hierzu auch Management-Buy-In. Die Betriebsübernahme gilt als eine Ausprägung der Existenzgründung und kann in mehreren Förderprogrammen der L-Bank unterstützt werden.
Mezzanine-Finanzierung

Sammelbegriff für Finanzierungsformen, die sowohl Elemente von Eigenkapital, als auch von Fremdkapital beinhalten. Mezzanine (ital. Zwischengeschoss) Finanzierungen werden von Banken (je nach Ausprägung) als wirtschaftliches Eigenkapital anerkannt und verbessern so unter Umständen die Eigenkapitalquote und in der Folge auch das Rating des Unternehmens. Häufige Formen sind Genussscheine und stille Beteiligungen.

Siehe hierzu auch die Finanzierungsangebote der L-Bank, der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg und der KfW, die unter dem Begriff Unternehmerkapital ebenfalls mezzanine Finanzierungen in Form des Nachrangdarlehens anbietet.


Mitverpflichtung

Bei einer Mitverpflichtung wird eine weitere Person (neben dem Kreditnehmer) auf dem Kreditvertrag juristisch selbst zum Darlehensnehmer und somit zur Zahlung voll verpflichtet. Dabei kann sich die Bank aussuchen, von wem sie die Summe fordert.


Nachrangdarlehen

In der Regel unbesichertes Darlehen, dessen Gläubiger in seinen Rechten hinter alle anderen Fremdkapitalgeber zurücktritt. Eine Bank, die Nachrangdarlehen gewährt, geht also im Vergleich zum klassischen Kreditgeschäft ein erhöhtes Ausfallrisiko ein, das der Kunde über eine in der Regel höhere Verzinsung ausgleicht. Das Nachrangdarlehen ist eine Ausprägung der Mezzanine-Finanzierung. Förderangebote in Form von Nachrangdarlehen finden Sie unter der Bezeichnung Unternehmerkapital bei der KfW-Mittelstandsbank. Die L-Bank stellt Nachrangdarlehen über ihren L-EA Mittelstandsfonds zur Verfügung


Nebenerwerbsgründung

Gründungen von Personen, die „hauptberuflich“ eine feste Arbeitsstelle haben.


Networking

Zusammenarbeit von Gleichgesinnten oder Fachleuten, die gegenseitig von den Kompetenzen der anderen Netzwerkmitglieder profitieren wollen. Es gibt auch Netzwerke, durch die Sie bei der Gründung Ihres Unternehmens Beratung und Unterstützung erhalten können.


Nominalkapital

Das gezeichnete Kapital bzw. Nominalkapital stellt die Haftbasis der Gesellschaft dar, die für Verbindlichkeiten gegenüber den Gläubigern haftet. Ausstehende Einlagen auf das gezeichnete Kapital müssen bei einer Betrachtung in Abzug gebracht werden. Bei einer Aktiengesellschaft spricht man auch von Grundkapital, bei einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung bezeichnet man das Nominalkapital als Stammkapital.


Nominalzins

Zinssatz eines Darlehens, der als Grundlage für die Berechnung der regelmäßigen Zinszahlungen dient. Im Gegensatz zum Effektivzins lässt der Nominalzins allein keinen Rückschluss auf die tatsächlichen Belastungen eines Darlehensangebotes zu. Siehe hierzu auch unter Disagio.


Offene Beteiligung

Bei einer offenen Beteiligung werden von einer Beteiligungsgesellschaft, einer Privatperson oder einem Unternehmen Kapitalanteile gehalten, die registerlich erfasst werden. Der Beteiligungsgeber bzw. Kapitalinhaber ist Gesellschafter des Unternehmens. Gewinnbeteiligung, Mitsprache- und Einsichtsrechte regelt der Gesellschaftsvertrag.


Outsourcing

Übertragung von bisher im eigenen Unternehmen erstellten (Dienst-) Leistungsfunktionen an fremde Unternehmen, wobei diese für die Abwicklung die unternehmerische Verantwortung übernehmen.


PR

PR steht für Public Relations und bedeutet Öffentlichkeitsarbeit.


Pre-Seed-Finanzierung

Vor-, Gründungs- bzw. Ideenfindungsphase, in der beispielsweise entwicklungsfähige, potenzielle Arbeitskräfte (z.B. Studenten unterer Semester) gefördert werden, um ein in der Zukunft liegendes Vorhaben zu realisieren.


Private Equity

Sammelbegriff für alle Formen des Beteiligungskapitals. Einen Überblick über die Beteiligungsangebote der L-Bank finden Sie hier. Siehe hierzu auch unter Venture Capital.


Promotion

Unter Promotion versteht man Verkaufsförderung, Promotion ist ein Bereich der Kommunikationspolitik.


Prototyp

Ein Prototyp ist die erste Testversion eines Produktes, bevor es in die Serienfertigung geht.


Rabatt

Durch Rabatte können Preise vermindert werden. Dabei wird unterschieden zwischen Funktionsrabatt (z.B. Barzahlungsrabatt), Mengenrabatt in Form von Preisnachlässen oder zusätzlicher Abgabe von Produkten und Zeitrabatt (z.B. Einführungs-, Saison- oder Auslaufrabatt).


Ratendarlehen

Darlehen, dessen regelmäßige Tilgungsbelastung über die Laufzeit konstant bleibt, während sich die Zinsbelastung mit abnehmender Restschuld im Zeitablauf mindert. Die Gesamtbelastung aus Zins- und Tilgung reduziert sich also im Gegensatz zum Annuitätendarlehen über die Darlehenslaufzeit. Die L-Bank bietet ihre Förderdarlehen in der Gründungs- und Mittelstandsfinanzierung in Form des Ratendarlehens an.  


Rating

Bewertung eines Kreditnehmers nach quantitativen und qualitativen Gesichtspunkten. Als Ergebnis des Ratings wird der Kreditnehmer einer Ratingklasse zugeordnet, die wiederum bestimmt, ob und zu welchen Konditionen ein Kunde Kredit erhält. Mittelständische Unternehmen werden im Normalfall nicht durch eine Ratingagentur, sondern von ihrer Hausbank "geratet". Im Zuge der Einführung risikogerechter Zinsen bei Förderkrediten, hat das Rating auch hier Einfluss auf die Konditionen.   


Rechnungsabgrenzung

Durch die Rechnungsabgrenzung wird eine periodengerechte Erfolgsermittlung ermöglicht. Sie rechnet Aufwendungen und Erträge der Periode zu, in der sie verursacht werden. Zu diesem Zweck werden auf der Aktiv- und auf der Passivseite der Bilanz Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Zugelassen sind unter den Rechnungsabgrenzungsposten nur sogenannte transitorische Vorgänge, bei denen die Zahlung im alten, der Aufwand aber erst im neuen Jahr anfällt. Ausstehende Zahlungen müssen hingegen als Forderungen gebucht werden.


Rechtsform

Man unterscheidet neben der Einzelunternehmung zwischen Personengesellschaften, Kapitalgesellschaften, Genossenschaften, Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit (VVaG) und sogenannten Mischformen. Öffentlich-rechtliche Unternehmen werden darüber hinaus in Formen ohne eigene Rechtspersönlichkeit und Formen mit eigener Rechtspersönlichkeit z.B. Körperschaften, Anstalten und Stiftungen kategorisiert.


Refinanzierung

Die Refinanzierung dient bei den Kreditinstituten der Mittelbeschaffung für die eigene Vergabe von Krediten als Unternehmenszweck.


Rentabilität

Bei der Berechnung der Rentabilität wird der Gewinn mit dem eingesetzten Kapital verglichen. Dadurch kann man den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens beurteilen. Ein Kleinunternehmen ist rentabel, wenn es alle Kosten des Unternehmens deckt und zudem einen ausreichenden Gewinn abwirft.


Rentabilitätsvorschau

Die Rentabilitätsvorschau ist eine Planung der Erträge und Aufwendungen für die kommenden zwei bis drei Geschäftsjahre. Sie ist wesentlicher Bestandteil des Businessplans und liefert mit dem Cashflow (bzw. dem erweiterten Cashflow) einen wesentlichen Anhaltspunkt zur Beurteilung der Kapitaldienstfähigkeit bei Existenzgründungen. Ein Beispiel für eine Rentabilitätsvorschau finden Sie hier.


ROI

ROI steht für Return on Investment und zeigt die Gesamtkapitalrentabilität eines Unternehmens, die mit Hilfe des eingesetzten Eigen- und Fremdkapitals (inkl. des Beteiligungskapitals) erwirtschaftet wird.


Rückstellung

Für Verbindlichkeiten, Verluste oder Aufwendungen, deren Höhe und Eintreten noch nicht sicher ist, dürfen im Unternehmen Rückstellungen gebildet werden - auch wenn diese den Gewinn schmälern. In der Praxis werden meistens Rückstellungen für Pensionen, Steuernachzahlungen oder für unterlassene Aufwendung für Instandhaltung gebildet.


Sanierungskredit

Oft müssen Verluste oder Entnahmen der Gesellschafter aus der Vergangenheit finanziert werden, um den Fortbestand des Unternehmens zu gewährleisten. Dies geschiet über Darlehen oder Kredite. Die Verbürgung solcher Fremdmittel ist den Bürgschaftsbanken richtliniengemäß nicht gestattet.


Scheinselbständigkeit

Scheinselbständige sind eigenständig, arbeiten dabei aber weiterhin nach Weisung ihres früheren Arbeitgebers und jetztigem Auftraggeber. Damit trägt das unternehmerische Risiko der Scheinselbständige und nicht mehr das Unternehmen; zudem werden z.B. arbeitsschutz- bzw. arbeitszeitrechtliche Regelungen unterlaufen.


SCHUFA

Die Abkürzung SCHUFA steht für Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung mbH. Die SCHUFA sammelt für die angeschlossenen Unternehmen – zumeist Kreditinstitute – Daten über Privatpersonen. Geschäftzweck der SCHUFA ist es, ihre Vertragspartner vor Kreditausfällen zu schützen. Sie trägt ausserdem zum Schutz der Verbraucher vor Überschuldung bei.


Schuldbeitritt

Beim Schuldbeitritt tritt neben den alten Schuldner ein neuer. Wird der Schuldbeitritt zwischen dem alten Schuldner und dem neuen vereinbart, so liegt ein echter Vertrag zugunsten Dritter vor, da der Gläubiger nun gegen den Neuschuldner einen weiteren Anspruch hat. Alt- und Neuschuldner haften als Gesamtschuldner, das heißt der Gläubiger kann sich nach Belieben seinen Schuldner aussuchen.


Seed-Finanzierung

In der Seed-Phase wird die Gründung des späteren Unternehmens vorbereitet. Dazu wird ein Businessplan erstellt, der das gesamte Unternehmenskonzept abbildet. Um die hohen Anfangsaufwendungen zu finanzieren, benötigt man Investoren, die sich in den Märkten auskennen und über entsprechende Erfahrung und Netzwerke verfügen, z.B. Business Angels.


Selbstauskunft

In der Selbstauskunft werden freiwillig persönliche Daten angegeben, die dem Leser dieser Auskunft Informationen über die Vermögensverhältnisse der Person geben. Dies ist beispielsweise bei der SCHUFA, im Mietverhältnis oder bei Gewerbetreibenden der Fall.


Share-Deal

Erwerb der Geschäftsanteile eines Unternehmens. Siehe hierzu auch Übernahme.


Sicherheit

Die "Sicherheit" dient dazu, ein geringeres Risiko für den Kreditgeber zu garantieren. Dieser verlangt vom Kreditnehmer bestimmte Sicherheiten, um zu gewährleisten, dass der Kredit unter vereinbarten Bedingungen zurückgezahlt wird. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Sach- und Personensicherheiten. Unter Personensicherheiten versteht man hauptsächlich die Bürgschaft oder den Schuldbeitritt bzw. die Mitverpflichtung. Sachsicherheiten sind im Wesentlichen die Grundschuld, die Verpfändung sowie die Sicherungsübereignung.


Sicherungsübereignung

Die Sicherungsübereignung ist ein Instrument der Kreditsicherung, durch das der Kreditnehmer dem Kreditgeber für eine, diesem zustehende, Forderung das Eigentum an beweglichen Sachen (z.B. dem PKW) überträgt. Der Kreditnehmer selbst bleibt dabei im Besitz der Sachen. Nach erfolgter Tilgung der Schuld fallen die übereigneten Sachen an den Kreditnehmer zurück.


Skonti

Skonti sind eine besondere Form des Rabattes. Skonti sind Preisnachlässe, die für pünktliche oder vorzeitige Zahlung gewährt werden. Der Kunde hat ein Wahlrecht Skonti in Anspruch zu nehmen.


Sondertilgung

Vorzeitige oder nicht planmäßige Rückzahlung eines Darlehens. Sondertilgungen während der Zinsbindungsfrist führen unter Umständen zu finanziellen Schäden Ihrer Bank, die durch eine so genannte Vorfälligkeitsentschädigung ersetzt werden müssen. In den meisten Förderprogrammen der L-Bank sind Sondertilgungen zulässig.


Sortiment

Die Zusammensetzung der Angebots- und Leistungspallette kann im Hinblick auf Sortimentsbreite und -tiefe unterschieden werden: Ein breites Sortiment enthält verhältnismäßig viele Warengruppen, ein enges Sortiment verhältnismäßig wenige. Ein tiefes Sortiment enthält innerhalb der einzelnen Warengruppen viele Artikel und davon viele Sorten, ein flaches Sortiment wenige Artikel und Sorten.


Start Up

Der Begriff Start Up bezeichnet ein Unternehmen, das sich in der Gründungsphase, im Aufbau oder seit kurzem im Geschäft befindet und seine Produkte noch nicht oder nicht in größerem Umfang vermarktet hat.


Stille Beteiligung

Kapitaleinlage eines externen Kapitalgebers, dem stillen Gesellschafter. Dieser hat Anspruch auf Gewinnbeteiligung, er besitzt jedoch keine Stimmrechte in der Gesellschafterversammlung und nimmt nicht am Wertzuwachs des Unternehmens teil (typische stille Gesellschaft). Förderangebote in Form der typisch stillen Beteiligung finden Sie in Baden-Württemberg bei der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft.

Ist der stille Gesellschafter neben der Gewinnbeteiligung auch am Verlust und Wertzuwachs des Unternehmens beteiligt, spricht man von einer atypischen stillen Beteiligung.  

Beide Formen der stillen Beteiligung gehören zu den so genannten Mezzanine-Finanzierungen.


Tilgungsdarlehen

Eine für eine feste Laufzeit eine gleichbleibende (lineare) Tilgungsleistung kennzeichnet diese Darlehensart. Die Zahlungsrate setzt sich zu den jeweils vereinbarten Terminen aus dieser linearen Rate und den jeweils auf die Restschuld errechneten Zinsen zusammen. Durch die Verringerung der Restschuld und damit abnehmenden Zinsen entstehen sinkende Zahlungsraten.


Tilgungsverrechnung

Die Tilgungsverrechnung gibt Auskunft darüber, wann vom Darlehensnehmer eingehende Tilgungsleistungen mit der Darlehensrestschuld verrechnet werden. Die Tilgungsverrechnung kann dabei tagesgenau (bezogen auf den Zahlungseingang) oder zu einem bestimmten Termin erfolgen (z.B. quartalsweise, jährlich). Die Art der Tilgungsverrechnung hat Auswirkungen auf den effektiven Jahreszins.


Tätige Beteiligung

Die tätige Beteiligung ist eine mögliche Form der Existenzgründung. Sie wird durch die "aktive Mitunternehmerschaft" charakterisiert. Aktiv in diesem Sinne heißt, die Wahrnehmung der Geschäftsführungsfunktion (zum Beispiel in einer GmbH) nach außen. Die Mitunternehmerschaft erfordert ausreichende Einflussmöglichkeiten auf die Geschäftspolitik des Unternehmens durch Wahrnehmung von Stimmrechten (mindestens 10 Prozent) in der Gesellschafterversammlung.


Umlaufvermögen

Das Umlaufvermögen umfasst alle Vermögensteile, die nicht zum Anlagevermögen bzw. zur Rechnungsabgrenzung gehören. Dies sind insbesondere der Bestand an Vorräten, Forderungen sowie das vorhandene Barvermögen.


Umweltschutzinvestition

Umweltschutzinvestitionen sind Investitionen in Produkte und Produktionsverfahren, die eine relative Umweltschonung - d.h. eine möglichst geringe Umweltbelastung - mit sich bringen, wenig ökologisch knappe Ressourcen beanspruchen und das Entstehen von Rückständen vermeiden. Somit entfällt eine Entsorgung von Abfällen.


Variable Verzinsung

Zinssatz wird dem Markt angepasst.
Konsequenz: Zinsleistung kann steigen oder fallen.


Variables Entgelt

Das gewinnanhängige bzw. variable Entgelt soll in erster Linie die Beiträge des Arbeitnehmers zur Wertschöpfung des Betriebes widerspiegeln. Die Bemessunglsgrundlage dafür ist meistens der Jahresüberschuss nach Abschreibungen und eventuell vereinbarten Geschäftsführergehältern.


VC Gesellschaft

Venture-Capital-Gesellschaften sind Unternehmen, die mit unterschiedlichen Absichten Beteiligungskapital zur Verfügung stellen.


Venture Capital

Haftendes Eigenkapital (auch Risiko- oder Wagniskapital), das in der Regel zusammen mit unternehmerischer Beratung des Kapitalgebers zur Verfügung gestellt wird. Venture Capital ist eine spezielle Form von Beteiligungskapital (Private Equity), das in der Praxis insbesondere bei der Finanzierung von technischen Innovationen eingesetzt wird. Der Kapitalgeber sieht sich dabei hohen Ertragschancen, aber auch einem hohen Verlustrisiko ausgesetzt. Die L-Bank stellt Venture Capital über ihren L-EA Venture Fonds zur Verfügung. 


Venture Capital Fonds

Venture Capital Fonds dienen zur Bereitstellung von Kapital für Investments. Investoren des Fonds sind sowohl institutionelle Anleger (Kreditinstitute, Versicherungen, Staat, Pensionsfonds) als auch Privatpersonen.


Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind Zahlungsverpflichtungen gegenüber Dritten (Zahlungen an Lieferanten, Kredittilgung bei der Bank usw.). Das Gegenteil von Verbindlichkeiten sind Forderungen.


Vertragserfüllungsaval

Das Vertragserfüllungsaval wird auch Vertragserfüllungsbürgschaft genannt. Die Hausbank eines Auftragnehmers verbürgt sich für die vertragsgemäße Erfüllung des Auftrages. Der Auftraggeber möchte damit das Risiko einschränken, dass das ausführende Unternehmen nicht in der Lage ist, die vertraglich vereinbarte Leistung in der vertraglich vereinbarten Zeit zu erbringen. Üblicherweise werden 5 % des Vertragswertes verbürgt.


Vertrieb

Der Vertrieb umfasst alle technischen Abläufe, die den Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen betreffen: den Transport der Produkte oder Dienstleistungen in den Markt und zum Kunden.


Verwendungsnachweis

Schlussabrechnung eines Vorhabens, die dazu dient, die bestimmungsgemäße Verwendung von Fördermitteln nachzuweisen. Hierbei werden die Daten des Investitions- und Finanzierungsplans mit der tatsächlichen Situation nach Endabrechnung verglichen. Sollte die Förderzusage an ergänzende Bedingungen (zum Beispiel die Schaffung und Besetzung von Arbeitsplätzen) gebunden sein, wird deren Erfüllung ebenfalls im Zuge des Verwendungsnachweises geprüft. 


Vollfinanzierung

Vollfinanzierung bedeutet, dass die Finanzierung der gesamten Investitionen oder des gesamten Vorhabens gesichert ist. In der Regel geschieht dies über eine Vollfinanzierungsbestätigung der Hausbank. Erst dann können wir Fördergelder bewilligen.


Vorfälligkeitsentschädigung

Ausgleich des finanziellen Schadens einer Bank, der durch vorzeitige Rückführung eines Darlehens während der Zinsbindungsfrist (Sondertilgung) ausgelöst wird.


Wareneinsatz

Die Bilanz-Aufwandsposition Wareneinsatz oder auch Materialaufwand setzt sich zusammen aus den für die Leistungserstellung verbrauchten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Der Begriff Wareneinsatz steht im Handelsbereich eher für den Einkauf der Handelsware.


Übernahme

Eigentümerwechsel bei einem Unternehmen. Die Übernahme kann durch den Kauf der Geschäftsanteile, dem so genannten Share-Deal, oder durch den Erwerb der Wirtschaftsgüter eines Unternehmens, dem Asset-Deal, erfolgen. Sie gilt als eine Ausprägung der Existenzgründung und kann in mehreren Förderprogrammen der L-Bank unterstützt werden.  


Überziehungsprovision

Wird auf die Inanspruch­nahme berechnet, die die Kreditlinie übersteigt.
Konsequenz: Der Normalzins erhöht sich entsprechend.


Zertifizierung

Die Zertifizierung ist ein Verfahren, in dem ein unparteiischer Dritter schriftlich bestätigt, dass ein Erzeugnis, ein Verfahren oder eine Dienstleistung festgelegten Kriterien oder Anforderungen entspricht.


Zession

Die Zession ist eine gängie Form der Kreditbesicherung, bei der die Kunden-Forderungen eines Unternehmens an die kreditgebende Bank abgetreten werden. Wird der Schuldner dieser Forderung nicht über die Abtretung informiert, spricht man von einer stillen Zession. Eine weitere Sonderform der Zession ist die Globalabtretung.


Zinsbindungsfrist

Zeitraum innerhalb der Darlehenslaufzeit, für den eine feste Zinsvereinbarung vereinbart wurde. Nach Ablauf der Zinsbindungsfrist kann ein Darlehen entweder vorzeitig getilgt oder für die Restlaufzeit mit einer neuen Zinsvereinbarung fortgeführt werden. Während der Zinsbindungsfrist sind außerplanmäßige Tilgungen (Sondertilgungen) gegebenenfalls gegen Entrichtung einer Vorfälligkeitsentschädigung zulässig. Die L-Bank erhebt bei den meisten Förderprogrammen keine Vorfälligkeitsentschädigung.


Zuschuss

Nicht rückzahlbare Zuwendung in der Regel mit dem Zweck der Anschaffung oder Herstellung von Investitionsgütern. Die L-Bank vergibt Zuschüsse im Rahmen des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR) sofern eine Einplanung in dieses Programm vorliegt.


Suche

Los
Kennen Sie schon...
... unseren Themenbereich Gründerinnen?
gruenderinnen.jpg
Frauen gründen ganz gewaltig! Beratungs- angebote, Veranstaltungen, Netzwerke und vieles mehr für Gründerinnen!
 mehr
NewCome InSights
Insights_Logo_Teaser.gif
 zum YouTube Channel
 Neu: Herbstevent Talenteschmiede BW
NewCome-Messe 2011
messe11_kl.gif
 mehr
 Download Vorträge '09
 Podcast Gründertalk '09
Login
Benutzername


Passwort

Login
Verwaltung im Netz

Wickeln Sie Verwaltungs- vorgänge mit der Behörde von zu Hause aus ab
 mehr